So wehren Sie sich gegen falsche Schufa-Einträge

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So wehren Sie sich gegen falsche Schufa-Einträge

Nicht erst seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 ist die Sammelwut der Schufa Gegenstand kritischer Beobachtung durch Datenschützer und Verbraucherverbände. Während sich Probleme beim verfügbaren Einkommen als Ablehnungsgründe für einen Kreditantrag sachlich diskutieren lassen und die Verweigerung durchaus dem Schutz vor Überschuldung dienen kann, wird die Bewertung durch die Schufa von vielen Kreditinteressenten als Black Box empfunden. Hier hilft es, sich kundig zu machen. Auch die Schufa ist nicht fehlerlos – bei nahezu einer Milliarde Datensätzen zu praktisch jedem erwachsenen Bundesbürger ist das auch kaum zu erwarten.

Die Schufa erfüllt eine wichtige Aufgabe

Eine ausschließlich kritische Haltung gegenüber der Schufa würde ihrer Rolle im Wirtschafts- und Bankensystem nicht gerecht. Immerhin ist es nur wenig mehr als zehn Jahre her, dass ein Übermaß an platzenden Krediten eine weltweite Bankenkrise auslöste. Die Schufa hilft den Banken, ihre seitdem deutlich verschärfte gesetzliche Verpflichtung zur Bonitätsprüfung zu erfüllen und damit Schaden vom Gesamtsystem abzuwenden. Sie ordnet im sogenannten Bankenscore Verbrauchern eine von 13 Bonitätsklassen zwischen A (Ausfallrisiko 0,85 %) und M (Ausfallrisiko 34,75 %) zu. In der schlechtesten Klasse fällt also mehr als jede dritte Kreditrückzahlung ganz oder teilweise aus. Es ist das gute Recht der Kreditgeber, auf solche Kunden zu verzichten. Wie genau die Zuordnung erfolgt, ist Geschäftsgeheimnis der Schufa – sie muss ihre Systematik auch unter Aspekten des Datenschutzes nicht offenlegen. Dagegen besteht sehr wohl die Verpflichtung, kostenlos Auskunft über die gespeicherten Daten zu geben. Sie finden die Anforderung unter dem unscheinbaren Stichwort Datenkopie auf der Internet-Seite der Schufa. Es ist nicht nötig, die beworbenen kostenpflichtigen Pakete zu bestellen.

Ausnahmen von der Löschfrist

Informationen über „nicht vertragsgemäßes Verhalten“, also insbesondere Zahlungsverzug, werden bei der Schufa drei volle Kalenderjahre gespeichert. Die Frist beginnt also erst mit Beginn des Folgejahres, nachdem der Eintrag gemacht wurde. Bei unerledigten Forderungen sind es sogar vier Jahre, bei sogenannten titulierten Forderungen, zum Beispiel Zwangsvollstreckungen, auch noch länger. Richtige Eintragungen können in der Regel nicht vorher gelöscht werden, mit Ausnahme von Beträgen unter 2.000 Euro, die innerhalb von sechs Monaten bezahlt wurden. Achten Sie aber auf falsche Datensätze, die etwa durch gleiche oder ähnliche Namen vorkommen können. Das Löschen solcher Fehler können Sie formlos und sofort verlangen, erklären die Experten von http://www.sos-kredit.com. Mit einer bereinigten Schufa-Historie dürfte es weit weniger problematisch sein, über einen seriösen Vermittler einen Kredit ohne Vorkosten und mit einer Provisionsverpflichtung nur bei Erfolg zu erhalten.

Ansprechpartner: Alexander Fuchs
Internet: www.breitbandprofis.com

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