Handy am Steuer wird teuer – Änderungen in der Straßenverkehrsordnung

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Handy am Steuer wird teuer – Und weitere Änderungen der Straßenverkehrsordnung!

Ab Donnerstag 17.10.2017 gelten neue Änderungen in der Straßenverkehrsordnung. Die Änderungen sehen deutlich härtere Strafen vor.

Änderung: Rettungsgasse

Autofahrer, die im Stau oder bei stockendem Verkehr auf der Autobahn oder auf Außerortsstraßen keine vorschriftsmäßige Gasse für die Rettungskräfte bilden, wurden bislang nur mit einem Bußgeld von 20 Euro bestraft. Neu werden jetzt ab 200 Euro fällig.

Änderung: Einsatzwagen

Prinzipiell gilt für alle Straßen: Wer Rettungskräften, die mit Blaulicht und Einsatzhorn unterwegs sind, nicht sofort Platz macht, muss in Zukunft mit Bußgeld ab 240 Euro rechnen.

Änderung: Handy am Steuer

Handy am Steuer beim Autofahren oder beim Fahrradfahren wird teurer. Ebenso das rechtswiedrige benutzen eines elektronischen Gerätes wie z.B. ein Tablet, beim Führen eines Fahrzeugs. Der Gesetzgeber sagt: Nur wenn der Motor vollständig ausgeschaltet ist, darf im Auto mit dem Handy telefoniert werden! Das ist bei Fahrzeugen mit Start-Stopp Automatik nicht der Fall, wenn das Fahrzeug automatisch abschaltet! In diesem Modus darf also auch kein elektrisches Gerät oder Telefon mit den Händen bedient werden oder mehr als einen Blick Aufmerksamkeit beanspruchen. Ausgenommen sind Fahrassistenz-Geräte wie Rückfahrkamera-Bildschirme bei Schrittgeschwindigkeit oder elektronische Geräte, die Rückspiegel ergänzen oder ersetzen. Bei Verstoß werden jetzt ab 100 Euro fällig.

Änderung: Verhüllung

Bislang gab es keine Bekleidungsvorschriften, wie ein Auto zu führen ist. Denkbar oder zumindest nicht verboten war also auch Autofahren mit Masken. Jetzt schreibt der Gesetzgeber vor, dass beim Führen eines Fahrzeugs das Gesicht nicht verhüllt oder verdeckt sein darf. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von 60 Euro rechnen. Ausgenommen sind Fahrer von Motorrädern oder anderen Fahrzeugen, wo Schutzhelm-Pflicht besteht.

Änderung: Straßenrennen

Bereits am 13. Oktober ist diese Gesetzesänderung in Kraft getreten. Illegale Straßenrennen gelten nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Geld und Haftstrafen bis zu zwei Jahren drohen neben den Teilnehmern solcher Rennen auch den Veranstaltern! Wenn Menschen dabei schwer verletzt oder sogar getötet werden, kann eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren verhängt werden. Außerdem ist es nun möglich, die Autos dieser Raser zu beschlagnahmen und ihnen wegen der Teilnahme an Straßenrennen den Führerschein zu entziehen.

Hier ein paar nützliche Links passend zum Thema "Verkehr"

► Alle Informationen des neuen Bußgeldkataloges finden Sie unter:

www.bussgeldkatalog.org

► Sie wollen Ihren Punktestand abfragen? Hier geht’s zum Formular:

www.kba.de

► Bußgeldbescheid da und Online bearbeiten? In Baden-Württemberg möglich:

Zum Formular: Regierungspräsidium Karlsruhe

► Einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht?

Finden Sie bei "Das Onlinebuch" in der Kategorie Steuer und Recht

► Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung?

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Die Informationen wurden sorgfältig zusammengetragen. Dennoch kann es vorkommen, dass vereinzelt Fehler auftreten für die wir keine Haftung übernehmen. Dieser Infos wurden unter Quellen wie Bild.de und bussgeldkatalog.org zusammengetragen und sollen einen Teil zur Verkehrssicherheit beitragen.

Die Redaktion von Das Onlinebuch wünscht allen Lesern eine unfallfreie, verkehrssichere Fahrt.

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